Spanien eröffnet seinen ersten sozialen Supermarkt!

Die Sozialarbeiterin und Direktorin eines Altenheims, Consuelo de Miguel, hat in der kleinen spanischen Stadt Plasencia den ersten sozialen Supermarkt Spaniens eröffnet.
Verkauft werden vor allem Grundnahrungsmittel, welche zu fast 70% günstiger erhältlich sind als die äquivalenten Produkte in einem gewöhlichen Supermarkt. So kostet beispielsweise ein Baguette 10 Cent oder ein Kilo Mehl gerade einmal 65 Cent. Eine durchschnittliche Familie kann so mit einem Betrag von 20€ ihren Nahrungsmittelbedarf für eine ganze Woche abdecken!
Möglich sind diese niedrigen Preise bei gleich bleibender Qualität vor allem dank der Tatsache, dass keine Zwischenhändler im Spiel sind, welche bezahlt werden müssen; die Produkte gelangen direkt von der Fabrik oder dem Anbaugebiet in den sozialen Supermarkt. Ausserdem steht bei dem Supermarkt Gewinnstreben nicht an erster Stelle, es handelt sich eher um eine gemeinnützige Einrichtung.
Geholfen werden soll mit der Einrichtung lediglich Familien mit niedrigem Einkommen. Diese müssen dem Supermarkt nachweisen, dass sie in finanziellen Schwierigkeiten stecken, nur dann ist ein Einkauf im sozialen Supermarkt möglich. Plasencias sozialer Supermarkt hatte in den ersten 4 Wochen bereits 600 Anmeldungen zu verzeichnen!
Consuelo de Miguel hat es aber nicht nur geschafft, mit ihrem ersten sozialen Supermarkt vielen finanziell schwachen Familien unter die Arme zu greifen, sondern hat sich darüber hinaus auch entschlossen, einigen im Arbeitsleben benachteiligten Menschen eine Chance zu geben: 6 ihrer 7 Supermarktangestellten sind behindert.
Bleibt nur noch zu hoffen, dass der Supermarkt in Plasencia nicht der einzige in Spanien bleibt …!



