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Die Banane!

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Geschichte

Mapa origen del platano

Die Bananenstaude zählt zu den ältesten Kulturplanzen der Erde.

Der Urspung der wilden Banane ist in Südostasien zu finden. Der genaue Weg jedoch, den die Banane bei ihrer Verbreitung über die gesamten Tropischen und Subtropischen Zonen des Globus genommen hat, ist heute nur noch schwer nachvollziehbar.

Man vermutet, dass durch austronesische Einwanderer eine Einführung der Banane zunächst in der gesamten indonesischen Inselwelt bis hin nach Madagascar stattfand. Zudem ist es bekannt, dass in China schon ca. 200 v.Chr. ein Anbau von Bananen in Plantagen stattfand. Sicherlich trugen auch arabische Kaufleute während ihrer Handelsreisen ihren Teil zur Verbreitung der Banane auf dem afrikanischen Kontinent bei, sodass die Banane u.a. auf diese Weise ihren Weg von Indien nach Palästina und Ägypten fand.

Während einer ihrer Eroberungszüge entlang der afrikanischen Küste brachten portugiesische Seefahrer die Banane schliesslich ca. 1500 auf die Kanarischen Inseln. Durch spanische Missionäre gelangte sie dann wahrscheinlich schlussendlich über die Karibik nach Amerika.

Drei Kuriositäten über die Banane

Ist Euch bewusst, dass es sich bei der heutigen Exportbanane nicht um unterschiedliche Sorten handelt, sondern hauptsächlich um eine Einzige, die in fast allen tropischen und subtropischen Regionen dieser Erde angebaut wird? Bei dieser Sorte handelt es sich um die sogenannte Cavendish, welche aus Südchina kommt und 1953 entwickelt wurde.

Aber warum stützt sich fast der gesamte Exporthandel auf eine einzige Bananensorte? Nun, der Hauptgrund scheint darin zu liegen, dass es kaum Alternativen gibt, die meisten Bananensorten sind nicht exportfähig (hauptsächlich aufgrund zu dünner Schalen, welche für den Export nicht resistent genug sind).

Allerdings birgt diese fehlende Diversifikation eine nicht unwesentliche Gefährdung der Bananenwirtschaft: Bis in die 1960er Jahre hinein war eine andere Bananensorte, die Gros Michael, die Hauptsorte für den Export. Anfang der 1960er Jahre jedoch wurden die Bananenstauden von der sogenannten Panama-Krankheit heimgesucht, welche nahezu den gesamten Anbau zerstörte. Heute wird die Bananensorte Gros Michael fast nur noch für den lokalen Vetrieb kultiviert, ihren Status als Hauptsorte hat sie damals an die Sorte Cavendish verloren.

Aber auch die Sorte Cavendish ist vor derartigen Krankheiten nicht sicher, seit den 1990er Jahren ist eine Variante der Panama-Krankheit bekannt, welche auch diese Sorte angreift. Seither forschen die Wissenschaftler fieberhaft nach Wegen, Resistenzgene in die bereits bestehende Sorte einzukreuzen, der Erfolg hält sich jedoch bisher in Grenzen: Ein Einkreuzen ist bei den meisten Sorten nicht möglich, da viele Bananensorten steril geworden sind. Ihre Vermehrung erfolgt rein vegetativ (d.h. ungeschlechtliche Vermehrung basierend auf der mitotischen Zellteilung), die Schösslinge sind somit Klone der Mutterpflanze.

Die Wissenschaft ist daher auf die Erforschung transgener Bananenlinien umgestiegen, da nach Schätzungen die Sorte Cavendish bereits in 10-20 Jahren nicht mehr in ihrer aktuellen Form in Monokulturen angebaut werden kann!

Cavendish

Ihr habt bestimmt schon einmal kleine, braune Punkte auf der gelben Bananenschale beobachtet. Habt ihr Euch schon einmal überlegt, wo diese herkommen könnten?

Der Grund für diese braunen Punkte sind die Insekten, die in den tropischen Anbaugebieten der Banane recht verbreitet sind! Einige dieser Insekten stechen in die Schalen der reifen Bananen, um Saft und Zucker herauszusaugen. Wenn es nicht zu viele Einstiche sind, dann haben diese keinerlei Einfluss auf Geschmack oder Bekömmlichkeit der Banane und können obendrein noch einen Hinweis für einen ökologischeren Anbau der Banane darstellen!

Also wenn ihr nächstes Mal die Wahl habt, kann es durchaus sinnvoll sein, sich einmal gegen die makellos gelbe Banane zu entscheiden!

Insektenstiche Banane

Häufig entsetzt uns die Vorstellung, dass das meiste Obst und Gemüse noch grün, d.h. nicht ausgereift, geerntet wird, um rechzeitig ans andere Ende des Globus verschifft werden zu können.

Auch Bananen werden noch grün geerntet – allerdings ist dies auch notwenig, da es sich hier um klimaterische, d.h. nach der Ernte nachreifende Früchte, handelt. Würde man die Bananen an der Staude hängen lassen, so würden die Früchte aufplatzen und mehlig statt süss schmecken! Auch in den Anbauländern werden die Bananen daher nicht länger an der Pflanze gelassen sondern im grünen Zustand vom Baum gelöst, um an einem schattigen Ort nachzureifen.

Bananenstaude gruen

El Platano de Canarias

Auch der sogenannte Platano de Canarias, die Bananensorte, die auf den Kanarischen Inseln kultiviert wird, ist in seiner Mehrheit nicht für den Export bestimmt. Lediglich eine Lieferung auf die Iberische Halbinsel findet statt.

Der Hintergrund hierfür ist zum einen, dass auch dieser Sorte einige ausschlaggebende Eigenschaften fehlen, um zu einer Exportbanane emporzusteigen, v.a. ist die Schale der kanarischen Bananen zu dünn, um eventuelle Stösse beim Transport unbeschadet abfangen zu können.

Zum anderen ist die Produktion der Bananen zu teuer, das Produkt wäre auf dem internationalen Markt nicht konkurrenzfähig. Ohnehin kann der Bananenanbau auf den Kanaren nur dank Subventionszahlungen von Seiten der EU fortgeführt werden.

Platano de canarias

Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Dessertbanane

http://www.hensle.de/Tropische_Fruchte/botanik2.htm

Written by admin

August 23rd, 2009 at 4:52 pm

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Etymologie des Namens Gran Canaria

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islas canarias

Nach Teneriffa und Fuerteventura ist Gran Canaria mit 1560km² die drittgrösste Insel des kanarischen Inselachipels.

Die Insel befindet sich ca. 210km östlich der Südküste Marokkos im Atlantischen Ozean – käme man auf die Idee, am südlichsten Punkt der Insel mit einem Boot in gerader Linie in Richtung Süden zu schippern, so gelänge man an die Küste der Westsahara. Kurios: Würde man das Gleiche auf der Insel El Hierro – der westlichsten Insel des kanarischen Archipels – tun, so würde man bis zur Antarktis auf kein Festland oder bewohnte Inselgruppe mehr treffen!!

Aber zurück zu Gran Canaria: Die annähernd kreisförmige Insel mit einem Durchmesser von ca. 50km brachte es mit einer Einwohnerzahl von 829.597 im Jahre 2008 auf eine der bevölkerungsreichsten kanarischen Inseln, lediglich übertroffen von Teneriffa mit einer Bevölkerungszahl von 886.033.

gran canaria

Was diese Zahlenangaben anbelangt, so sind sich die Wissenschaftler ausnahmsweise einmal einig – die Differenzen lassen jedoch auch im Falle Gran Canaria nicht lange auf sich warten:

Bezüglich der Etymologie des Namens “Gran Canaria” gehen die Meinungen bis heute recht weit auseinander …

Es scheint relativ sicher dass unter Juba II (ca. 50 v.Chr – 23 n.Chr, Aliierter des römischen Imperiums und durch dieses als König von Mauretanien eingesetzt) eine Expedition zu den Kanarischen Inseln stattfand. Durch seine gute Erziehung in Rom war Juba II auch schriftstellerisch begabt und tätig, und so hielt er die Erfahrungen seiner Expedition zu den Kanarischen Inseln auf Papyrus fest.

Juba II

Leider haben von all den Werken, die Juba II verfasste, nur sehr wenige Fragmente die Zeiten überdauert. Die Informationen, die uns heute über die besagte Kanaren-Expedition vorliegen, haben wir fast ausschliesslich einem Text aus dem Werk “Naturalis Historia” von Plinius dem Älterem zu verdanken, geschrieben Jahre nach dem Tod von Juba II.

Plinius der Aeltere

So weit, so gut, aber nun beginnen die Theorien – Plinius der Ältere behauptet, dass in den Beschreibungen der Kanaren-Expedition von Juba II der Name “Canaria” schon vorkommt – die Frage ist, warum?

Viele Forscher glauben, dass es sich bei dem Namen Gran Canaria um eine lateinisierte Form des ursprünglichen Namens der Insel oder des Namens der damaligen Inselbevölkerung handelt.

Einige Geschichtswissenschaftler beziehen sich auf ein Berbervolk, die Canarii, es gibt jedoch Quellen, die daran zweifeln lassen, dass es sich bei dieser Tribu um den Namensgeber der Insel gehandelt hat:

Im Jahre 42 n.Chr. startete der Prätor Suetonio Paulino eine Expedition in das Atlasgebirge. Grund der Expedition waren Aufstände der mauretanischen Volksstämme aufgrund der Besetzung Maretaniens von Seiten des römischen Imperiums. Während dieser Expedition stiess Suetonio Paulino auch auf eine Tribu, die sich Canarii nannte (ein Volksstamm, der wahrscheinlich aus dem Südosten des heutigen Marokkos stammte). Die Römer hatten damals mehrere Methoden, mit ungehorsamen Stämmen umzugehen, eine davon war die Verbannung auf unbewohnte Inseln – eine für die Römer zudem sehr praktische Art, Gebiete zu kolonialisieren.

Da die Expedition von Suetonio Paulino (und folglich auch eine mögliche Verbannung der Tribu Canarii, wenn es denn überhaupt so war) viele Jahre nach dem Tod von Juba II stattfand, ist es meiner Ansicht nach aber sehr unwahrscheinlich dass diese Tribu Gran Canaria seinen Namen gegeben hat.

Eine weitere, mit der Zeit sehr verbreitete Theorie soll auf ein Ereignis während der Kanaren-Expedition Jubas  II zurückzuführen sein. Nach einer Erkundungsexpedition der Insel Gran Canaria berichteten die Männer Juba II von grossen “canis” (Hunden), welche die Insel bevölkern würden und brachten Juba II als Beweis zwei grosse Exemplare mit.

Folglich könnte der Name Gran Canaria auch von der lateinischen Bezeichnung für grosse Hunde (grandis canis) abgeleitet worden sein.

Der Geschichtswissenschaftler José Juan Jiménez geht noch einen Schritt weiter: Laut seiner Teorie bezieht sich Plinius der Ältere mit “canis” nicht auf Hunde, sondern auf Seehunde, da bisher nur archäologische Reste von sehr kleinen Hunden auf der Insel geborgen werden konnten.

Die Seehunde hingegen vereinen die Kriterien, sehr grosse Tiere zu sein und waren zudem in Zeiten der Römer in  Mengen auf Gran Canaria anzutreffen, v.a. in den Monaten Juni-Juli, während der Paarungszeit, in welcher die Passatwinde ein Segeln zu den Kanarischen Inseln wesentlich erleichterten.

Eine weitere Theorie leitet den Namen Gran Canaria von alten Schriftstücken ab, welche sich darauf beziehen, dass Hundefleisch ein Bestandteil der Ernähung der damaligen kanarischen Bevölkerung gewesen sei. Was diese Theorie anbelangt, sind sich die Forscher allerdings nicht einig, viele gehen von einem Übersetzungs- oder Interpretationsfehler der Originaltexte aus.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die am weitesten verbreitete Theorie die Ableitung des Namens Gran Canaria vom lateinischen Begriff für grosse Hunde, “canis grandis”, ist – diese Erklärung wird auch von Touristenführern immer wieder gerne aufgegriffen. Aber wie man sieht, ist die Angelegenheit bei näherer Betrachtung doch nicht ganz so einfach…

Written by admin

August 9th, 2009 at 11:52 am

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